Philipp, Referent Marketing & PR

Heute gibt es eine besondere Ausgabe des Mitarbeiterinterviews. Der eigentliche Fragensteller Philipp (Referent Marketing & PR) muss sich selbst den kritischen Fragen von Henrike (die Vertriebsingenieurin aus der ersten Ausgabe) stellen und Rede und Antwort stehen.
Ich treffe Philipp an seinem Arbeitsplatz im Oval Office (wegen der ovalen Wände). Seine Euphorie ist noch greif- und sichtbar, konnte er doch am Ende des gestrigen Abends den Pokal für den Sieger des 3. offiziellen TRICERA-Billard-Turniers in die Höhe strecken.
Philipp, wie fühlt man sich als frisch gebackener Champion des 3. offiziellen TRICERA Billard-Turniers?
Henrike, ich bin sehr glücklich über den Gewinn, danke der Nachfrage. Nach den ersten beiden aus meiner Sicht sehr ausbaufähigen Anläufen war es mir wichtig zu zeigen, dass ich das auch wirklich kann. Das große Ziel war es, den Pokal nicht erneut dem PJ-Team zu überlassen. Das es am Ende mir gelungen ist, ist natürlich fantastisch.
Wie ist es denn, für ein B2B-Unternehmen Marketing zu machen und was ist das Ziel?
Das Ziel ist, den verschiedenen Teams im Unternehmen qualifizierte Leads zuzuarbeiten. Das ist schon anders, als wenn du für den Endkunden Werbung machst, der dann direkt zum Kauf animiert wird. Meine Aufgabe ist es, mit den Marketing-Aktionen Entscheider zu erreichen, die dann innerhalb des Unternehmens für unsere Batteriespeicher-Lösung werben.
Das ist leider kein Prozess, in dem es nur einen Touchpoint gibt, der zur Entscheidung führt. Der potentielle Kunde muss das Produkt verstehen und im besten Fall schon gesehen haben. Gleichzeitig muss Vertrauen aufgebaut werden, dass die handelnden Fachpersonen im Unternehmen die richtigen für das Projekt sind.
Das alles versuchen wir zu berücksichtigen, wenn wir Beiträge veröffentlichen, Pressemitteilungen publizieren oder auf Veranstaltungen wie Messen oder Foren fahren.
War es schon immer dein Plan, für ein Produkt wie Batteriespeicher Marketing zu machen?
Ja und Nein. Zu Beginn war ich noch unerfahren in Bezug auf das Verständnis für die Speicherlösung und musste täglich sehr viel lernen. Mit der Zeit habe ich es lieben gelernt. Ich bin ein durchaus (so weit wie möglich) nachhaltig lebender und agierender Mensch. Das auch im Unternehmen mit Leben füllen zu können gibt der ganzen Sache nochmal einen tieferen Sinn. Das ist mir sehr wichtig.
Was sind deine täglichen Herausforderungen?
Da es sehr technisch ist, braucht es für die Veröffentlichung von Beiträgen oder Pressemitteilungen immer wieder einen weiteren Blick auf das Ergebnis von einer Fachperson aus dem Unternehmen. Man sollte sich da nicht selbst überschätzen, sondern auf Nummer sicher gehen und den Austausch suchen. Da bin ich auch sehr glücklich mit der Kollegschaft, die da immer auch kurzfristig ein offenes Ohr hat und schnell mal gegenliest.
Zudem müssen die Interessen aus Marketing-Sicht immer in Einklang mit derer aus der Geschäftsführung gebracht werden. Das ist gar nicht so einfach. Am Ende dient es immer dem Großen und Ganzen, da müssen Einzelinteressen hin und wieder untergeordnet werden.
Gibt es ein Highlight aus deiner bisherigen Zeit bei TRICERA?
Ich bin jedes Jahr hauptverantwortlich für die Organisation unserer Messe-Präsenz auf der electrical energy storage (EES) in der Messe München. Da fließt vor allem in den Monaten davor sehr viel meiner Arbeitszeit rein. Ich bin deshalb besonders stolz, wenn Mitarbeitende und Gäste im Nachgang berichten, dass es ihnen sehr gefallen hat und alles gut geplant war.
Was würdest du bei TRICERA mit unbegrenztem Marketingbudget anstellen?
Seit Beginn meiner Zeit hier im Unternehmen wünsche ich mir unser spirit animal, den TRICERATOPS als Kuscheltier in klein, damit wir Besuchern bspw. bei Messe-Aufritten oder auch Mitarbeitenden, bei denen ein besonderes Ereignis ansteht, etwas mit Mehrwert überreichen können.
Wie sieht aus deiner Sicht die Marketing-Welt in 30 Jahren aus?
Eine sehr schwer zu greifende Frage. Ich denke, dass viel mehr in virtuellen Räumen stattfinden wird und der persönliche Austausch vor Ort leider immer mehr abnimmt. Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass wir digitale Abbilder von uns schaffen, die in einer Art Metaverse miteinander kommunizieren. In diesen Räumen wird dann auch Werbung gemacht und Führungen durch eine Batteriespeicheranlage finden auch virtuell statt.
Lass uns noch etwas persönlicher werden. Es klang in früheren Interviews schon mal an, dass in der Gemeinschaftsküche viel im Team gekocht wird. Ich habe gehört, dir ist gutes Essen auch privat sehr wichtig. Was hat es damit auf sich?
Meiner Frau und mir liegt gutes Essen sehr am Herzen. Wir kochen selbst sehr viel frisch und abwechslungsreich, wobei ich eher unterstützend tätig bin. Auch hier achten wir bewusst auf einen ausgewogenen Mix aus fleischhaltiger und vegetarischer Ernährung, unter der Woche wird bspw. fleischlos gegessen. Über das Kochen haben wir uns auch der Sterneküche genähert und gehen in unregelmäßigen Abständen in Restaurants mit gehobener und/oder mit Michelin-Sternen ausgezeichneter Küche. Das Highlight war bisher René Frank in Berlin. Im Herbst geht es zu Viktoria Fuchs in den Schwarzwald.
Wie gleichst du den stressigen Arbeitsalltag in deiner Freizeit aus? Gibt es Hobbys neben dem Kochen?
Wir gehen hin und wieder Wandern, ich bin gerne sportlich aktiv beim Hallenfußball, Volleyball oder im Fitnessstudio. Zudem überlege ich, mich zeitnah irgendwo ehrenamtlich zu engagieren. Ich möchte gerne etwas zurückzugeben und Menschen unterstützen, denen es nicht so gut geht wie mir.
Zum Abschluss: Wen nominierst du für das nächste Interview und warum?
Wir sind jetzt alle Bereiche des Unternehmens einmal durch. Es wird Zeit, dass die Geschäftsführung zu Wort kommt. Deshalb nominiere ich Tim, Co-Gründer der TRICERA energy GmbH und angesehener Fachmann, wenn es um Batterietechnik geht. Tim hat viele interessante Ansichten, die gehört werden sollten.
